Castries ist eine dynamische Stadt, die von pulsierenden Calypso-Rhythmen, lebhaften Farben, dem Duft frischer Lebensmittel, belebten Straßen und einer charmanten Bevölkerung geprägt ist. Die Hauptstadt von Saint Lucia wurde 1650 von den Franzosen gegründet und bewahrt bis heute einen Großteil ihrer reizvollen kolonialen Architektur und Atmosphäre. Obwohl die Stadt nicht mit vielen traditionellen Touristenattraktionen aufwarten kann, macht sie dies durch ihre ausgeprägte Persönlichkeit wieder wett.
Der Markt in den Straßen Peynier und Jeremie ist das Herz von Castries. Einheimische füllen täglich die Stände, um eine breite Palette an Produkten zu verkaufen, darunter frische Erzeugnisse und lokales Kunsthandwerk wie Bananenöle, exotische Gewürze, kunstvolle Holzschnitzereien, farbenfrohe Batiken und handgefertigte Besen. Während das Einkaufen wunderbar ist, ist die Hauptattraktion auf dem Markt das Essen. Sie finden dort frische Mangos, Kochbananen, Okra, Limetten, Kürbisse, Bananen, Avocados, Yamswurzeln, Gurken, Papayas, Kokosnüsse und mehr zu erschwinglichen Preisen.
Castries verfügt über eine große Anzahl an Restaurants für eine so kleine Stadt. Der französische Einfluss ist auf den meisten Speisekarten stark spürbar, und kreolische Aromen sind beliebt. Frischer Fisch und Hummer sind allgegenwärtig, ebenso wie die karibischen Klassiker wie gefüllter Krabbenrücken, Flügelschnecken, Ziegen- oder Hühnchencurry, Pepper-Pot-Eintopf und Callaloo. Das Nationalgericht mag gewöhnungsbedürftig sein, aber Besucher sollten dennoch den Eintopf aus gesalzenem Fisch und grünen Bananen probieren. Das Streetfood ist ebenso köstlich wie das, was in den Restaurants serviert wird. Grillgerichte sind beliebt, und viele Straßen sind von Ständen gesäumt, die traditionell zubereiteten „Coal Pot Stew“ verkaufen.
Eine der landschaftlich reizvollsten Sehenswürdigkeiten in Castries ist der Hafen, an dem fast täglich Kreuzfahrtschiffe anlegen und zollfreies Einkaufen großartige Angebote bietet. Wassertaxis verbinden die Kais und machen es Besuchern leicht, zwischen den Docks zu reisen, während sie einen wunderschönen Blick auf die Stadt genießen.
Für noch unglaublichere Ausblicke auf Castries empfiehlt sich eine Helikoptertour. Viele Touren starten vom Hafen aus und nehmen Besucher mit auf eine außergewöhnliche Reise über die Küste, den Regenwald und den Vulkan der Insel.
Die Altstadt ist ein besonders charmantes Viertel, das sich über das Gebiet zwischen den Straßen Brazil, Jeremie und Peynier sowie der Chaussee Road erstreckt. Lebkuchenverzierungen schmücken die älteren Gebäude, überhängende Balkone bieten beeindruckende Ausblicke, und Spuren britischer und französischer Einflüsse sind bis heute erhalten geblieben.
Der Derek Walcott Square, benannt nach dem Nobelpreisträger für Literatur, ist ein wunderbarer Ausgangspunkt für Ihre Erkundung der Altstadt. Der Platz ist von farbenfrohen Gebäuden umgeben, darunter die öffentliche Bibliothek und koloniale Wohnhäuser.
Innenansicht der Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis
Die Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis grenzt an den Platz. Als größte Kirche der Karibik ist die Kathedrale mehr als 30 Meter breit und über 61 Meter lang. Das Innere wird von einem Wandgemälde des lokalen Künstlers Dunstan St. Omar, einem Uhrturm im italienischen Stil und kunstvollen viktorianischen Details dominiert.
Der Pigeon Island National Park ist nur eine kurze Autofahrt von Castries entfernt. Im Jahr 1778 wurde die kleine Insel zu einem Marinestützpunkt der Briten, und Besucher können heute durch die Ruinen der Kasernen, Offiziersunterkünfte und anderer Gebäude spazieren. Das Informationszentrum bietet eine Fülle von Informationen über das Gebiet, und mehrere Lehrpfade führen Besucher durch das malerische Gelände.