Baku ist zweifellos die kosmopolitischste Stadt im Kaukasus. Nur wenige Städte entwickeln sich so schnell wie die aserbaidschanische Hauptstadt, in der Ost und West auf wunderbare Weise verschmelzen. Dort sehen Sie glänzende Mercedes-Limousinen an steinernen Herrenhäusern vorbeirauschen, graue sowjetische Wohnblocks neben glitzernden Glastürmen und von Bäumen gesäumte Straßen, auf denen sich elegante Expatriates und Teehäuser abwechseln. Diese bezaubernde Kombination macht Baku zu einem der strahlendsten Juwelen der Region.

Die Seele der Hauptstadt erwacht in der Altstadt zum Leben, einem UNESCO-Weltkulturerbe, das durch Stadtmauern aus dem 12. Jahrhundert von der urbanen Ausdehnung getrennt ist. Im Laufe ihrer langen Geschichte war die Altstadt die Heimat von Zoroastriern, Arabern, Osmanen, Persern, Sassaniden, Schirwanschahs und Russen, und noch heute bewahrt sie viele Merkmale der mittelalterlichen Stadt. Die engen Gassen bilden ein Labyrinth, das sich an winzigen Innenhöfen und dicht gedrängten Gebäuden vorbeischlängelt.

An der südöstlichen Ecke der Altstadt befindet sich der Jungfrauenturm, dessen Grundstein im 6. Jahrhundert v. Chr. gelegt wurde. Der achtstöckige Turm wurde im 12. Jahrhundert fertiggestellt und diente damals als Feuertempel oder astronomisches Observatorium.

Nur einen kurzen Spaziergang entfernt liegt der Palast der Schirwanschahs, der im 15. Jahrhundert erbaut wurde, als Baku zur Hauptstadt ernannt wurde. Obwohl ein russischer Marineangriff das Gebäude im 18. Jahrhundert schwer beschädigte, wurde es weitgehend in seinem ursprünglichen Glanz restauriert. Besucher können heute den Wohnbereich des Palastes, das Mausoleum und die Key-Gubad-Moschee besichtigen. Der Komplex liegt an einem der höchsten Punkte der Stadt und bietet einen außergewöhnlichen Blick auf Baku und das Meer.

Die südwestliche Ecke der Stadt wird von der Märtyrerallee dominiert, einer düsteren Gedenkstätte für die Einheimischen, die 1990 von der Roten Armee getötet wurden. Eine Moschee im türkischen Stil und weitläufige Gärten sind für die Öffentlichkeit zugänglich, doch die Polizei ist stets in der Nähe, um Vandalismus vorzubeugen, insbesondere seit in der Nähe ein umstrittenes Denkmal für die im Ersten Weltkrieg gefallenen britischen Truppen eröffnet wurde.

Die Stadt verfügt über einige bemerkenswerte Museen; ein Favorit bei Touristen und Einheimischen ist das Latif-Karimov-Teppichmuseum. Die Sammlung ist im ehemaligen Lenin-Museum untergebracht und würdigt die Tradition des aserbaidschanischen Kunsthandwerks mit mehr als 10.000 Exponaten. Am faszinierendsten sind die farbenfrohen handgewebten Teppiche, Kupferwaren und Schmuckstücke, die bis ins frühe Mittelalter zurückreichen.

Ein weiterer Favorit ist das Haus-Museum von Jafar Jabbarli, das dem Leben und Werk eines der berühmtesten Dramatiker Aserbaidschans gewidmet ist. Weitere Schriftsteller werden im nahegelegenen Nizami-Museum für aserbaidschanische Literatur gewürdigt. Das riesige Museum präsentiert über 3.000 Artefakte, darunter Skulpturen, Manuskripte, Illustrationen, seltene Bücher und mehr.

Sobald die Sonne untergeht, sollten Sie den Brunnenplatz aufsuchen, an dem sich die Einheimischen nach einem langen Arbeitstag entspannen und an den Wochenenden die Sonne genießen. Der Platz ist von zahlreichen Boutiquen, Cafés und Restaurants gesäumt, die sowohl traditionelle Gerichte als auch internationale Fusionsküche servieren. Das Nachtleben entwickelt sich noch, aber es gibt viele Orte, an denen man ein preiswertes, aber starkes Getränk genießen und bis zum Sonnenaufgang tanzen kann.

Wo in Azerbaijan liegt Baku?

Grundlegende Informationen

Land: Aserbaidschan

Hauptstadt: Baku, Hauptstadt von Aserbaidschan

Lage

Breitengrad: 40.39722

Längengrad: 49.86027