Tragischerweise wurde die einst wunderschöne haitianische Hauptstadt Port-au-Prince durch das Erdbeben, das die Insel im Januar 2010 erschütterte, fast vollständig zerstört. Die meisten der bedeutenden Touristenattraktionen, Regierungsgebäude, großen Hotels und Krankenhäuser wurden durch die Naturkatastrophe ausgelöscht, doch die Stadt baut sich dank internationaler Hilfsmaßnahmen langsam wieder auf. Obwohl viele der folgenden Sehenswürdigkeiten heute in Trümmern liegen, geben sie einen Hinweis darauf, was Port-au-Prince in den kommenden Jahren und Jahrzehnten wieder werden könnte.

Der Nationalpalast, einst das prächtigste Gebäude der Stadt, stürzte während des Erdbebens ein und bleibt bis heute eine der erschütterndsten Erinnerungen an die Zerstörung. In der Nähe der Ruinen auf dem Champs de Mars, dem ehemals schönsten Park des Landes, ist eine der vielen Zeltstädte der Hauptstadt entstanden.

Die zerbrochene Hülle der Kathedrale Notre-Dame de l'Assomption zieht immer noch gläubige Einheimische an, doch die große Kirche wurde auf ein Gerippe ihrer früheren Pracht reduziert. Hinter dem Hauptgebäude befindet sich ein Platz, auf dem oft noch Beerdigungen abgehalten werden.

Die Kathedrale Saint Trinité wurde ebenfalls in Schutt und Asche gelegt, doch die Kirche war einst eines der größten Gotteshäuser des Landes. Das schlichte Äußere ließ kaum das unglaubliche Innere erahnen, das mit herrlich farbenfrohen und überschwänglichen Wandmalereien bedeckt war, die die Geschichte des Lebens Christi erzählten.

Das moderne Musée du Panthéon National zog mit seinem ungewöhnlichen unterirdischen Design und den Gräbern nationaler Helden viele Besucher an. Viele Anführer der Unabhängigkeitsbewegung wurden dort beigesetzt, darunter Christophe, Toussaint Louverture, Pétion und Dessalines. Das Gebäude, das im gleichen Stil wie die Häuser der indigenen Taíno erbaut wurde, war ein schönes Beispiel haitianischer Architektur.

Das südliche Ende des Champs de Mars wurde einst vom Musée d'Art Haitien dominiert, das die weltweit größte Sammlung haitianischer Kunst beherbergte. Viele einheimische Meister waren dort gut vertreten, darunter Robert St. Brice, Préfète Duffaut, Hector Hyppolite und Philomé Obin.

Das nahegelegene Centre d'Art wurde 1944 eröffnet, um eine neue Generation haitianischer Maler zu fördern. Die Ausstellungsfläche und die Schule verschafften lokalen Meistern die Anerkennung, die sie verdienten, und die Besucher konnten sich an herausragenden Wechselausstellungen aufstrebender Künstler erfreuen.

Einer der lebhaftesten Orte der Stadt war einst der Marché de Fer, der Eisenmarkt. Händler drängten sich auf dem Markt und verkauften alles, von frischen Produkten bis hin zu Meeresschildkröten, Voodoo-Utensilien und traditionellem Kunsthandwerk. Fast jede Ecke des labyrinthartigen Marktes bot ein atemberaubendes Inventar an lokalem Kunsthandwerk, darunter Gemälde, Kokosnussschmuck, Masken, Skulpturen, Stäbe und mehr.

Wenn die Vergangenheit ein Indikator für die Zukunft ist, wird Port-au-Prince eines Tages wieder auferstehen und eine lebendige, wunderschöne Stadt mit einer tiefen Wertschätzung für Kunst und Kultur werden.

Wo in Haiti liegt Port-au-Prince?

Grundlegende Informationen

Land: Haiti

Hauptstadt: Port-au-Prince, Hauptstadt von Haiti

Lage

Breitengrad: 18.54297

Längengrad: -72.33798