Zagreb verbindet eine lebendige, moderne Energie mit viel Charme und Anmut der alten Welt. Das Stadtzentrum ist voller eleganter österreichisch-ungarischer Gebäude, in denen sich modische Boutiquen, renommierte Restaurants, lebhafte Pubs und urige Bierhallen befinden. Nahegelegene Galerien präsentieren lokale Meisterwerke, die Konzertsäle beherbergen internationale Stars und die neuesten Klänge der DJs hallen aus überfüllten Clubs auf die gepflasterten Straßen. Die Stadt zieht mit ihren erfrischenden, weitläufigen Grünflächen, nahegelegenen Seen und zahlreichen Straßencafés auch Naturliebhaber an.
Kunstliebhaber haben in Zagreb viel zu genießen und zu entdecken. Das Mimara-Museum ist das Kronjuwel der Hauptstadt, benannt nach einem Privatsammler, der seiner Heimatstadt großzügig Tausende von unschätzbaren Objekten hinterließ. Die umfangreiche Sammlung umfasst viele Epochen und Regionen, beginnend mit über 200 Relikten aus dem alten Persien, Ägypten, Rom, Mesopotamien und Griechenland. Das Museum beherbergt zudem eine Reihe von Gemälden internationaler Meister wie Goya, Caravaggio, Raffael, Veronese, Degas, Renoir, Manet, Delacroix, Rubens, de la Tour und anderen.
Das neueste und größte Museum Kroatiens ist das Museum für zeitgenössische Kunst, bei den Einheimischen als MSU bekannt. Die umfangreiche Sammlung war einst auf engstem Raum im historischen Viertel von Zagreb untergebracht, wurde jedoch Ende 2009 in ein modernes, auffälliges Gebäude verlegt, das von Igor Franic entworfen wurde. Die ständige Sammlung mit dem Titel „Die Sammlung in Bewegung“ umfasst über 600 Werke einiger der innovativsten Künstler Kroatiens. Alle drei Monate werden im Museum Wechselausstellungen eröffnet, die oft internationale Künstler präsentieren. Der kulturelle Hotspot fördert zudem das ganze Jahr über Filme, Theateraufführungen und Konzerte.
Geschichtsinteressierte finden in der Stadt ebenfalls viele Sehenswürdigkeiten. Das Steinerne Tor von Gradec ist die einzige heute noch erhaltene mittelalterliche Befestigungsanlage in Zagreb. Der Ort wurde 1731 zu einem Schrein, nachdem ein Feuer jeden Zentimeter des hölzernen Tores zerstörte, aber ein Gemälde der Jungfrau mit dem Kind verschonte. Einheimische beten regelmäßig an diesem Ort und hinterlassen Blumen, da sie glauben, dass das Gemälde wundersame Kräfte besitzt. Die Westseite des Tores wird von einer Statue der Dora dominiert, der verehrten Heldin eines kroatischen Romans aus dem 18. Jahrhundert. Die echte Dora lebte direkt neben dem Tor bei ihrem Vater.
Eines der emblematischsten Gebäude der Hauptstadt ist die St.-Markus-Kirche. Das farbenfrohe Beispiel spätgotischer und romanischer Architektur stammt aus dem 13. Jahrhundert und verfügt über ein beeindruckendes Portal mit 15 geschnitzten Figuren, die in flachen Nischen sitzen. Das Innere ist mit Skulpturen des lokalen Meisters Mestrovic geschmückt, und das wunderschöne Ziegeldach zeigt die mittelalterlichen Wappen von Slawonien, Kroatien und Dalmatien.
Die Zwillingstürme der Kathedrale Mariä Himmelfahrt ragen über die Stadt hinaus. Die im späten 13. Jahrhundert erbaute Kathedrale ist der Kirche St. Urban in Troyes, Frankreich, nachempfunden, bewahrt jedoch eine ausgeprägt kroatische Note. Das ursprüngliche gotische Bauwerk wurde mehrfach renoviert und umgestaltet, aber die Sakristei bewahrt noch immer wunderbar erhaltene Fresken aus dem 13. Jahrhundert. Das Innere ist mit seinen barocken Marmoraltären, Steinstatuen, der verzierten Kanzel und dem Seitenaltar, der mit einem Triptychon des berühmten Künstlers Albrecht Dürer geschmückt ist, wahrhaft blendend.
Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten der kroatischen Hauptstadt, die man gesehen haben muss, gehören die mittelalterliche Oberstadt, der unberührte Maksimir-Park, der Zoo von Zagreb, der Jarun-See, das riesige Archäologische Museum, der Mirogoj-Friedhof, die imposante Festung Medvedgrad und das Museum der zerbrochenen Beziehungen. Das 2011 als innovativstes Museum Europas ausgezeichnete Haus zeigt in seiner Dauerausstellung die Überbleibsel, die nach einer Trennung zurückbleiben.