Bangui wurde 1880 von den Franzosen gegründet und erinnert noch heute an die Ästhetik seiner Gründer. Ein belebter zentraler Markt bildet das Herz der Stadt, von dem aus alle breiten, von Bäumen gesäumten Boulevards strahlenförmig ausgehen. Die am Fluss Oubangui gelegene Hauptstadt der Zentralafrikanischen Republik ist stets geschäftig, selten langweilig und oft überaus charmant.
Eine der besten Möglichkeiten, die Stadt kennenzulernen, ist ein Spaziergang durch das malerische Zentrum. Dort werden Besucher von einem weiß-grünen Säulenbogen begrüßt, der 1979 zu Ehren des bedrohlichen Diktators Jean Bedel Bokassa errichtet wurde. Heute dient der Bogen als Stadttor. Der atemberaubend schöne Präsidentenpalast befindet sich in der Nähe, und das an das Zentrum angrenzende Wohnviertel bietet hervorragende Beispiele traditioneller Wohnhäuser.
Das nördliche Ende der Hauptstadt zeichnet sich durch unberührte landschaftliche Schönheit aus. Die üppigen, sanften grünen Hügel sind von zahlreichen Wanderwegen durchzogen, die sich perfekt eignen, um die Naturschätze der Region zu entdecken. Halten Sie Ausschau nach exotischen Wildblumen, die in farbenprächtiger Blüte stehen, und den Zugvögeln, deren Rufe durch den dichten Wald hallen. Wer auf die Hügel wandert, wird mit dem besten Blick auf die Stadt belohnt.
Die nahegelegenen Chutes de Boali sind ein weiteres beeindruckendes Beispiel für die Natur der Zentralafrikanischen Republik. Besuchen Sie diese während der Regenzeit, um das volle dramatische Schauspiel zu erleben, wenn das Wasser mehr als 50 Meter in die Tiefe stürzt. Der Eintritt zu diesem Naturwunder ist zwar kostenpflichtig, aber der Preis ist gering und jeden Cent wert.
Südwestlich der Stadt liegt M'Baiki, ein Anbaugebiet für Tabak, Holz und Kaffee, das von dichtem Regenwald umgeben ist. Die Anreise vom Zentrum von Bangui zum Wald ist einfach, da täglich zahlreiche Pick-ups und Busse die Strecke in das Gebiet und zurück befahren. Das Dorf Sabe grenzt an den Wald und ist ein großartiger Ort, um Ebenholzstatuen zu erwerben, eines der feinsten Kunsthandwerke der Zentralafrikanischen Republik.
Bangui hat nur wenige Museen, aber das Musee de Bonganda ist definitiv einen Besuch wert. Die beeindruckende Sammlung umfasst Artefakte, die die Geschichte des Landes detailliert darstellen, sowie eine faszinierende Auswahl an traditionellen Musikinstrumenten.
Das Herz der Stadt ist der zentrale Markt, an dessen engen Gassen Einheimische handgefertigtes Kunsthandwerk, frische Produkte, Stoffe in allen Farben des Regenbogens und vieles mehr verkaufen. In den Seitenstraßen bieten kleine Lokale leckere lokale Snacks an, und meistens sorgt eine Musikdarbietung oder ein Trommelkreis für die passende Untermalung des geschäftigen Markttreibens.
Bangui wurde von den Franzosen gegründet, und ihr Erbe durchdringt noch immer weite Teile der Stadt. Das Gelände der Alliance Française ist einer der schönsten Orte der Stadt und eine der wenigen kulturellen Einrichtungen der Hauptstadt. Besucher sind herzlich eingeladen, durch die wunderschön gepflegten Gärten zu spazieren; die Organisation veranstaltet zudem regelmäßig Filmabende mit internationalen Filmen und Live-Konzerte.
Es gibt eine Handvoll Restaurants in der Stadt, die sich an Reisende und internationale Mitarbeiter richten. Dazu gehören libanesische, indische, vietnamesische und französische Restaurants sowie Fischlokale, in denen man für weniger als 10 $ eine ordentliche Mahlzeit bekommt.