Maskat ist anders als jede andere Hauptstadt in der Region. Es gibt nur wenige Hochhäuser und die Straßen sind makellos sauber. Die auf wunderbare Weise einheitliche Stadt ist elegant, anmutig und kultiviert. Maskat bedeutet wörtlich „Ankerplatz“, und ein Großteil der Stadt wurde rund um das Meer erbaut. In den historischen Häfen von Muttrah und Old Muscat kommen täglich Waren und Menschen per Schiff an. Sowohl die Fischer an den Stränden von Athaiba und Shatti al-Qurm als auch die Raffinerie an Land sind für ihr Einkommen auf das Meer angewiesen, und die Gewässer sind für viele Besucher eine Quelle der Erholung. Die Einheimischen lieben ihre Stadt, ebenso wie Besucher aus der ganzen Welt.
Einige der schönsten Sehenswürdigkeiten in Maskat sind die islamischen Moscheen. Eine der prächtigsten ist die Große Moschee, ein Geschenk von Sultan Qaboos anlässlich des dritten Jahrzehnts seiner Herrschaft. Das imposante Äußere weicht einem atemberaubend prunkvollen Hauptgebetsraum. Im Inneren befindet sich der größte Teppich der Welt, ein persischer Teppich mit einer Länge von 70 Metern und einer Breite von 60 Metern. Mehr als 600 Frauen haben vier Jahre lang an diesem Meisterwerk gearbeitet. Beim Besuch der Moschee sollten lange Ärmel und Hosen getragen werden, und Frauen müssen ihr Haar bedecken, bevor sie eintreten.
Maskat beherbergt eine Reihe herausragender Museen. Eines der beliebtesten ist das Sultan's Armed Forces Museum, das in einem Herrenhaus aus dem Jahr 1845 untergebracht ist. Die Exponate in den unteren Räumen skizzieren die Militärgeschichte des Landes, während die oberen Galerien die internationalen Beziehungen Omans detailliert darstellen. Oft kann man hochrangige Besucher bei der Besichtigung der Exponate beobachten; für die Besichtigung der Sammlung ist eine militärische Begleitung obligatorisch.
Maskat hat eine lange und interessante Geschichte, und das Museum Bait al-Baranda widmet sich der Geschichte der Hauptstadt. Die fantasievollen und interaktiven Ausstellungen werden sowohl Kinder als auch Erwachsene begeistern. Eines der beeindruckendsten Exponate ist das Dinosaurierskelett, das aus Knochen zusammengesetzt wurde, die im Gebiet Al-Khoud der Stadt ausgegraben wurden. Die ethnografischen Ausstellungen bieten einen guten Kontext, um die regionale und kulturelle Bedeutung von Maskat zu verstehen.
Zwischen der alten ummauerten Stadt und der Corniche liegt das Muscat Gate Museum, das den Raum markiert, der einst von der alten Stadtmauer eingenommen wurde. Das kleine Museum ist einen Besuch wert, aber die eigentliche Attraktion ist der benachbarte Hügel. Von oben können Besucher einen außergewöhnlichen Blick auf Maskat und Muttrah genießen.
Das Oman Museum ist ebenfalls einen Besuch wert, vor allem wegen seiner Aussicht. Die kleinen Ausstellungen umfassen Beispiele omanischer Architektur und Artefakte, aber der Panoramablick über die strahlend weißen Vororte und das Meer ist unübertroffen.
Weitere Museen, die es zu erkunden gilt, sind das Omani-French Museum, das das koloniale Leben in der Stadt beleuchtet, das PDO Oil and Gas Museum, das Natural History Museum und das National Museum, in dem Schmuck, Mitgiftkisten und königliche Kostüme ausgestellt sind.
Der Muttrah Souq ist einer der aufregendsten und belebtesten Orte in Maskat. Dort herrscht unter einem modernen Holzdach geschäftiges Treiben auf einem traditionellen arabischen Markt, Antiquitätenläden verkaufen omanische und indische Artefakte, das Inventar der Goldgeschäfte glänzt und Feilschen ist ausdrücklich erwünscht.
Drei Sehenswürdigkeiten in Maskat sind für Reisende geschlossen, mit Ausnahme von hochrangigen Staatsgästen, aber sie sind dennoch einen Besuch wert, um sie von außen zu betrachten. Die Festungen Al Jalali und Al Mirani in der Qasr Al Alam Street waren einst Gefängnisse, wurden aber inzwischen in Museen umgewandelt. Obwohl das Betreten verboten ist, ist das Fotografieren von außen erlaubt. Der Qasr Al Alam Royal Palace ist ebenfalls für Besucher geschlossen, aber der Blick auf den Palast von außen ist dennoch atemberaubend.