Brazzaville, das 1880 von dem französisch-italienischen Entdecker Pierre Savorgnan de Brazza gegründet wurde, ist eine zurückhaltende und bescheidene Stadt, die sich bis heute viel von ihrem französischen Erbe bewahrt hat. Hier weichen baumgesäumte Boulevards gemütlichen Cafés, in denen starker Kaffee und frische Croissants serviert werden, und pastellfarbene Kolonialbauten stehen neben prachtvollen katholischen Kirchen. Brazzaville mag zwar über wenige klassische Touristenattraktionen verfügen, macht dies jedoch durch seinen Charme wieder wett.

Eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten in Brazzaville ist die Basilique St. Anne. Sie wurde 1949 von dem französischen Architekten Roger Erell erbaut und zeichnet sich vor allem durch ihre Spitzbögen aus, die von der Tradition der Speerherstellung des Landes inspiriert sind. Die Kirche ist mit einem grünen Ziegeldach gekrönt, das an die äquatoriale Umgebung erinnert, und die schlangenhautartigen Ziegel ersetzen Wasserspeier, um das Böse von der Kirche fernzuhalten. Das schmiedeeiserne Geländer im Inneren wurde von vorkolonialen Waffen inspiriert, und die Decke erstrahlt dank zahlreicher getönter Glaslamellen.

Die nahegelegene Kathedrale Sacré-Cœur ist ein weiteres Muss für Touristen in Brazzaville. Der Bau der Kirche begann 1892, was sie zur ältesten religiösen Einrichtung der Hauptstadt macht. Obwohl Renovierungen das Innere der Kirche in den Jahren 1952 und 1993 veränderten, ist das Äußere im traditionellen Kolonialstil gut erhalten geblieben. Der Standort der berühmten Kathedrale bietet zudem einen herrlichen Blick auf Brazzaville und Kinshasa, die Hauptstadt der benachbarten Demokratischen Republik Kongo.

Eine weitere interessante Sehenswürdigkeit der Stadt ist das Pierre Savorgnan de Brazza-Denkmal, das sich neben der ehemaligen Botschaft der Vereinigten Staaten befindet. Als französisch-italienischer Entdecker war de Brazza der erste Westler, der das Gebiet des Kongo entdeckte. Seine Arbeit führte später zur Gründung französischer Kolonien in Zentralafrika. De Brazza starb 1905 auf einer Rückreise von Dakar an Fieber und Ruhr, und sein Leichnam wurde zunächst nach Paris überführt. Später wurde sein Körper exhumiert und in Algier beigesetzt, bevor er 2006 erneut exhumiert und in einem Marmormausoleum in Brazzaville beigesetzt wurde. Auch seine Frau und seine vier Kinder sind dort begraben. Das Denkmal sollte an de Brazzas humanitäre Arbeit gegen die Sklaverei erinnern, war jedoch nicht unumstritten. Viele Einheimische protestierten gegen die Entscheidung, den Entdecker als einen der Gründerväter der Republik Kongo zu ehren, da sie der Meinung waren, dass stattdessen die Kongolesen geehrt werden sollten, die für die Unabhängigkeit gekämpft haben.

Weitere bemerkenswerte Orte, die es in Brazzaville zu erkunden gilt, sind der Kongresspalast, der Volkspalast und die Malschule Poto-Poto. Innerhalb der Stadt gibt es zudem zahlreiche Möglichkeiten für Freizeitaktivitäten im Freien. Besucher können Tennis spielen, auf einem Neun-Loch-Platz golfen oder in den Clubs in der Nähe des Nationalstadions Squash spielen.

In der Hauptstadt gibt es mehrere ausgezeichnete Restaurants, darunter einige, die auf Expatriates ausgerichtet sind und neben kongolesischen Spezialitäten auch libanesische, marokkanische, französische und italienische Küche servieren. Am Abend empfiehlt sich ein Besuch im Stadtviertel Bakongo, um köstliches und preiswertes Streetfood zu genießen, bevor man den Abend in einer der zahlreichen Bars, Nachtclubs oder Lounges der Gegend ausklingen lässt. Viele der Bars verfügen über Terrassen, Innenhöfe und einen hervorragenden Blick auf den Fluss.

Wo in Congo Republic liegt Brazzaville?

Grundlegende Informationen

Land: Republik Kongo

Hauptstadt: Brazzaville, Hauptstadt der Republik Kongo

Lage

Breitengrad: -4.25724

Längengrad: 15.28274