Die liberianische Hauptstadt Monrovia erstreckt sich über die schmale Halbinsel zwischen dem Meer und dem Mesurado River und erholt sich derzeit von der Gewalt, die das Land in den letzten 20 Jahren heimgesucht hat. Heute zeigt sich die Stadt unerschütterlich entschlossen beim Wiederaufbau, und die Menschen strahlen eine unverkennbare Lebensfreude aus. Die Stadt ist zugänglicher als viele andere Hauptstädte, bietet eine angenehme Kleinstadtatmosphäre sowie eine lebendige und freundliche Bar- und Restaurantszene.
Das National Museum ist leider nur noch ein Schatten seiner selbst, aber dennoch einen Besuch wert, um mehr über die Geschichte, Kultur und die Menschen Liberias zu erfahren. Die kleinen und etwas verstaubten Ausstellungen umfassen Gemälde, Trommeln und Masken.
Ebenfalls im Museum ausgestellt ist der Thron, der einst von William Tubman im Masonic Temple genutzt wurde. Das heute verfallene Gebäude war einst das bedeutendste Wahrzeichen der Hauptstadt. Besucher können noch immer zwischen den Ruinen umherwandern und sich den früheren Glanz vorstellen.
Monrovia bietet zudem einige der besten Strände Liberias. Der Elwa Beach ist besonders reizvoll und heißt an den Wochenenden mit seinem sauberen Sand und dem sicheren Badebereich viele Familien willkommen. Etwas weiter vom Stadtzentrum entfernt liegt der Thinkers Beach, wo Strandstände preiswerte, aber erfrischende Speisen und Getränke anbieten und die Wellen sich perfekt zum Surfen eignen. Auch der CeCe Beach ist mit seinen Palmschirmen, dem gut geschützten Badebereich und den Restaurants einen Besuch wert.
In der ganzen Stadt gibt es eine Reihe kleiner Geschäfte. Besucher finden im Stadtzentrum alles, von hochwertigem, afrikanisch inspiriertem Schmuck und feiner Kleidung bis hin zu günstiger Elektronik sowie traditionellem Kunsthandwerk.
Die gastronomischen Möglichkeiten in der Stadt sind durchaus beachtlich, und eine köstliche Mahlzeit ist bereits für wenig Geld zu haben. Es gibt viele kleine Restaurants, die liberianische Gerichte servieren, wie zum Beispiel Fufu – ein Grundnahrungsmittel aus gekochten Kochbananen, Maniok oder Yamswurzeln, das in Palaver-Sauce getunkt wird. Diese Sauce besteht aus einer Vielzahl von Zutaten, darunter Palmöl, Rindfleisch, Taro, Kürbiskerne, Mulukhiyah-Blätter oder Garnelen. Internationale Küche ist in einer Reihe von Restaurants verfügbar, und es ist relativ einfach, französische, libanesische, italienische und amerikanische Speisen zu finden.
Wenn Sie Ihre Mahlzeiten lieber selbst zubereiten möchten, bietet Monrovia eine große Auswahl an gut sortierten Märkten und Lebensmittelgeschäften, von denen viele importierte Waren führen. Kaufen Sie Fisch, Feinkost und Fleisch in der Randall Street und besuchen Sie anschließend die Benson Street, um auf dem besten Open-Air-Markt der Stadt frische Produkte zu finden.
Nachts strömen die Einheimischen in die zahlreichen Nachtclubs und Bars. Viele verfügen über VIP-Lounges und große Tanzflächen, auf denen DJs bis zum Sonnenaufgang Musik lokaler und internationaler Künstler auflegen. Die Getränke sind in den beliebtesten Clubs zwar teurer, aber die Preise sind im Allgemeinen immer noch angemessen.
Etwa eine halbe Autostunde von Monrovia entfernt liegt die kleine Stadt Careysburg. Die Mitte des 19. Jahrhunderts von befreiten Sklaven gegründete Stadt ist zwar verschlafen, beherbergt jedoch hervorragende Beispiele von Kirchen und Wohnhäusern, die im architektonischen Stil der amerikanischen Südstaaten erbaut wurden. Die kühle, üppige Landschaft bietet zudem eine willkommene Abwechslung zur Stadt.