Honiara ist eine Stadt, die optimistisch in die Zukunft blickt. Ethnische Spannungen und zivile Unruhen erschütterten die Hauptstadt der Salomonen zwischen 1999 und 2003, doch heute ist die Stadt friedlich, sicher und absolut faszinierend. Besucher verlieben sich schnell in Honiaras stimmungsvollen Kai, die belebten Märkte und das dörfliche Flair.
Der zentrale Markt ist das Herz von Honiara. Hier kaufen Einheimische frischeste Produkte ein, tauschen sich über den neuesten Klatsch aus und verkaufen Kunsthandwerk wie Muschelkunst und Schmuck. Der lebhafte Markt belebt die Sinne und erstreckt sich über einen ganzen Block zwischen der Strandpromenade und der Mendana Avenue. Die Auswahl an Obst und Gemüse ist schier überwältigend, und der Fischmarkt im hinteren Bereich bietet einige der frischesten Meeresfrüchte der Welt.
Eine der beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten der Hauptstadt ist das Gebäude des Nationalparlaments. Von seinem Standort auf dem Hügel oberhalb der Hibiscus Avenue überragt das kegelförmige Gebäude die Stadt. Besucher können von der öffentlichen Galerie am östlichen Eingang einen interessanten Einblick in die politischen Abläufe gewinnen und die reichhaltige Sammlung traditioneller Kunstwerke erkunden.
Das Nationalmuseum und Kulturzentrum ist bescheiden, aber zum Nachdenken anregend. Die Ausstellung in einem einzigen Raum beleuchtet traditionelle Tänze, Waffen, Körperschmuck, Währungen und Archäologie. Direkt hinter dem Hauptgebäude befinden sich acht traditionell errichtete Häuser, die acht Provinzen der Salomonen repräsentieren. Auf dem Gelände stehen zudem einige Holzstatuen mit markanten Schnitzereien.
Die normalerweise ruhigen Gewässer, die die Inseln umgeben, wurden durch den Zweiten Weltkrieg stark in Mitleidenschaft gezogen. Das Henderson Airfield in der Nähe der Hauptstadt wurde von den alliierten Streitkräften unter US-Führung kontrolliert und diente als Ausgangspunkt für weitere Angriffe. Besucher von Honiara können viele unberührte Stätten erkunden und sogar Artefakte entdecken, die noch immer auf den Schlachtfeldern verstreut sind.
Das United States War Memorial thront auf dem Skyline Ridge. Ein Spaziergang durch die imposanten Marmormauern offenbart eindrucksvolle Einblicke in den Krieg auf den Salomonen, und die Lage bietet einen bemerkenswerten Blick auf die Schlachtfelder.
Das japanische Denkmal strahlt eine friedliche Atmosphäre aus. Weiße Frangipani und roter Hibiskus säumen einen gepflasterten Platz, dessen Herzstück ein hoch aufragendes Steindenkmal ist. Kriegsveteranen errichteten das Denkmal, und ihre Familien kehren oft an diesen Ort zurück, um der Gefallenen zu gedenken.
Viele Besucher und Dorfbewohner haben Kriegsrelikte aus Gifu gesammelt, einem wichtigen Kommandoposten im japanischen Kampf um die Rückeroberung des Henderson Airfield. Besucher können gegen eine kleine Gebühr viele der in diesem Gebiet sichergestellten Artefakte besichtigen und anschließend durch das Hauptkampfgebiet spazieren und Schützenlöcher erkunden.
Tauchen ist ein beliebter Sport in und um Honiara. Die umliegenden Gewässer beherbergen zahlreiche Wracks, darunter U-Boote, Truppentransporter, Frachtschiffe und Flugzeuge. Korallengärten, Riffe, Felsnadeln und Steilwände bieten einer unglaublichen Vielfalt an Meeresbewohnern Lebensraum. Anemonenfische, Barrakudas, Großaugen-Stachelmakrelen, Büffelkopf-Papageifische, Falterfische und Kaiserfische sind nur einige der Arten, die durch das azurblaue Wasser schwimmen. Selbst beim Muck-Diving gibt es eine große Vielfalt an Lebewesen zu entdecken, darunter Geisterpfeifenfische, Fangschreckenkrebse und Zwergseepferdchen.
Eine große Expat-Community hat Honiara eine vielfältige Gastronomieszene beschert. Zahlreiche hervorragende Restaurants und Cafés servieren Gerichte aus aller Welt, darunter französische, italienische, amerikanische, australische, israelische und nahöstliche Spezialitäten.