Maputo ist zweifellos eine der attraktivsten Hauptstädte Afrikas. Alleen gesäumt von Bäumen, Cafés, die sich bis auf die Gehwege erstrecken, und eine Architektur im mediterranen Stil vermitteln das Gefühl, sich in einer völlig anderen Welt zu befinden. Zudem gibt es eine Fülle an Geschäften, Restaurants und Museen, die die Stadt zu einem wunderbaren Ziel für Erkundungen machen.
In Maputo gibt es eine Reihe interessanter Museen. Eines der besten ist das Museu Nacional de Arte, das die bedeutendsten zeitgenössischen Künstler des Landes präsentiert, darunter Chissano und Malangatana. Um weitere Skulpturen von Chissano zu sehen, besuchen Sie das ihm gewidmete Museum in Matola, einem Vorort von Maputo. Seine Werke sind dort im ehemaligen Wohnhaus seiner Familie ausgestellt. Für weitere Gemälde von Malangatana besuchen Sie sein Wohnhaus und Museum in der Rua de Camões. Auch dort sind mehrere Skulpturen von Chissano zu sehen.
Ein Wandgemälde von Malangatana schmückt zudem das Museu de Historia Natural. Das kürzlich renovierte Museum zählt zu den schönsten des Landes; sein Garten und die manuelinische Architektur sind wahrlich beeindruckend. Die Sammlung umfasst eine besonders interessante Auswahl an präparierten Tieren, darunter Elefantenexponate, die in der Region einzigartig sind.
Auch das Museu da Moeda ist einen Besuch wert. Die Sammlung beleuchtet die lokale Währungsgeschichte, von den bei frühen Tauschgeschäften verwendeten Wertmarken bis hin zu modernen Münzen und Banknoten. Das Museum befindet sich in dem leuchtend gelben Gebäude in der Rua Consiglieri Pedroso und lässt sich gut an einem Nachmittag vollständig erkunden.
Für ein eher nachdenkliches Museumserlebnis empfiehlt sich ein Besuch im Museu da Revolução. Der Unabhängigkeitskampf des Landes ist dort anhand von Fotos und Artefakten umfassend dokumentiert. Obwohl alle Informationen auf Portugiesisch verfasst sind, werden Besucher jeder Sprache die Ereignisse, die die jüngere Geschichte Mosambiks geprägt haben, nachvollziehen und verstehen können.
Die Geschichte der Revolution wird auch an der Praça dos Heróis Moçambicanos erzählt, einem Denkmal mit einem 95 Meter langen Wandgemälde, das dem Befreiungskampf gewidmet ist. Im Zentrum des sternförmigen Denkmals befinden sich die sterblichen Überreste einiger der größten Helden des Landes, darunter Samora Machel, Eduardo Mondiane und der Dichter José Craveirinha. Die Erlaubnis zur Besichtigung des Geländes wird über das Bureau de Informação Pública erteilt; das Fotografieren ist untersagt.
Ein zentraler Anlaufpunkt für die Kunstszene in Mosambik ist das Núcleo de Arte, eine traditionsreiche Künstlerkooperative. Die Galerie zeigt regelmäßig Werke aufstrebender Künstler und umfasst einen Töpferbereich, einen Garten sowie ein Atelier, in dem man den Künstlern bei der Arbeit zusehen kann.
Die Praça de Independência bildet das Herz von Maputo. Der weitläufige Platz wird auf der einen Seite vom neoklassizistischen Conselho Municipal und auf der anderen Seite von der Catedral de Nossa Senhora da Conceição gesäumt, deren hoch aufragender weißer Turm ein Wahrzeichen der Stadt ist. Einheimische treffen sich täglich auf dem Platz, um zu entspannen, Kontakte zu knüpfen und bei Straßenhändlern einzukaufen.
Nur einen kurzen Fußweg vom Platz entfernt befindet sich die Casa de Ferro, die vom berühmten französischen Architekten Gustave Eiffel entworfen wurde. Das Gebäude dient als offizieller Amtssitz des Gouverneurs, doch die tropischen Bedingungen haben die metallverkleidete Fassade stark in Mitleidenschaft gezogen.
Mitte des 19. Jahrhunderts erbauten die Portugiesen die Fortaleza, eine Festung, die heute einen wunderschönen Garten umschließt. Die Anlage ist eines der beliebtesten Touristenziele im heutigen Maputo, und das kleine Museum unterstreicht die Bedeutung der Festung für die portugiesischen Kolonialherren.