Seit ihrer Gründung im 17. Jahrhundert hat sich Accra zu einer pulsierenden Hauptstadt entwickelt, die für ihre prächtigen Gebäude im westlichen Stil und ihre freundliche Bevölkerung bekannt ist. Die weitläufige Stadt erstreckt sich fast 25 Kilometer nach Osten, und ihr modernes Stadtbild ist geprägt von vornehmen, begrünten Wohnvierteln, Gourmet-Restaurants, belebten Gehwegen und einem angesagten Nachtleben. Das Ergebnis ist eine der aufregendsten Städte Westafrikas.
Das National Museum in Accra bietet eine gute Einführung in das Land, mit Exponaten, die Ghanas Geschichte von der Vorgeschichte bis heute erzählen. Die umfangreiche Sammlung umfasst Schnitzereien, Kleidung, Gemälde, Throne, Töpferwaren, Werkzeuge und andere Artefakte; zudem gibt es eine faszinierende Ausstellung, die der Geschichte des Sklavenhandels gewidmet ist.
Besucher können im Osu Castle mehr über den Sklavenhandel in Ghana erfahren. Das dänische Schloss aus dem 17. Jahrhundert diente einst als Sammelstelle für Sklaven, bevor diese in den Westen verschifft wurden, und ist heute der Sitz der ghanaischen Regierung. Das Schloss wird streng bewacht und das Fotografieren ist verboten, dennoch lohnt sich ein Besuch, um diese bewegende Zeit in der Geschichte Ghanas zu erkunden.
Statuen im Kwame Nkrumah Memorial Park in Accra, Ghana
Die Hitze in der Hauptstadt ist manchmal erdrückend, doch der Kwame Nkrumah Memorial Park bietet reichlich Schatten. Der Park wurde zu Ehren des ghanaischen Anführers der Unabhängigkeitsbewegung und ersten Präsidenten des Landes angelegt und beherbergt Nkrumahs Mausoleum sowie ein Denkmal, das seinem Lebenswerk gewidmet ist.
Das W.E.B. Du Bois Memorial Center ist ein Muss für jeden, der sich für die Bürgerrechtsbewegung interessiert. Der amerikanische Aktivist zog nach Ghana, nachdem er zu dem Schluss gekommen war, dass Afroamerikaner in den Vereinigten Staaten niemals akzeptiert würden. Das Zentrum vereint Denkmäler zu seinen Ehren mit einer riesigen Forschungsbibliothek. Das Wohnhaus von Du Bois ist für Besucher geöffnet, die dem Anführer auch an seinem nahegelegenen Grab die letzte Ehre erweisen können.
Eines der charmantesten Viertel von Accra ist Jamestown, ein malerisches, aber aktives Fischereizentrum, dessen Hauptstraße direkt zu einem funktionierenden Leuchtturm führt, der für Besucher zugänglich ist. Eine kleine Straße führt zu einem der größten Fischereihäfen des Landes, wo man jeden Morgen Dutzende kleiner Boote beobachten kann, die aufs Meer hinausfahren. Engagieren Sie einen lokalen Reiseführer, der Ihnen die verborgenen Schätze des Viertels zeigt, darunter Ausblicke auf den Hafen von den Klippen, verwinkelte Gassen und historische Steinhäuser.
Das Center for National Culture, das bei Einheimischen als Arts Center bekannt ist, ist ein Muss für Besucher, die gerne einkaufen. Die zahlreichen Stände verkaufen Kunsthandwerk aus dem ganzen Land, darunter authentische heilige Hocker mit traditionellen Adinkra-Motiven. Die Kunstwerke, die die Hocker schmücken, repräsentieren die Werte, die den Ghanaern am wichtigsten sind: Gott, Gemeinschaft, Stärke, Liebe und Familie.
Auch Feinschmecker werden in Accra vieles finden, das sie begeistern wird. Die Stadt ist voller traditioneller Restaurants, die einige der beliebtesten Gerichte des Landes servieren, darunter Waakye, eine Mischung aus würzigem Reis und Bohnen, Fufu, hergestellt aus Kochbananen, Yamswurzeln oder Maniok mit einer Beilage aus Ziegenfleisch, sowie Banku, ein fermentiertes Maisgericht, das mit Okra oder gegrilltem Tilapia-Fisch serviert wird. Spülen Sie es mit einem Bier aus einer der vielen Expat-Bars der Stadt hinunter.
Begeben Sie sich nachts an den Strand, um sich auf dem von Palmen gesäumten Sand unter dem funkelnden Sternenhimmel abzukühlen. Dort legen DJs Reggae-Musik auf, die sich mit den rollenden Wellen des Atlantiks vermischt, und Partygänger genießen lokales Bier sowie gebratene Kochbananen, gewürzt mit Cayennepfeffer, Salz und Ingwer. Die Atmosphäre verkörpert das ghanaische Ideal eines entspannten Lebens, und die freundlichen Einheimischen heißen Besucher fast immer herzlich willkommen.